16.12.2020

Agil arbeiten - aber wie?

Mehr Zeit für die eigenen Aufgaben und effizientere Arbeitsprozesse: Agiles Arbeiten hilft Unternehmen dabei sich für eine erfolgreiche Zukunft zu rüsten. Doch wie können Führungskräfte diese Art des Arbeitens für ihr Unternehmen umsetzen? Prozessbegleiterin Monika Bone stellt ihre Vorgehensweise in unserem Blog vor.

„Wenn Unternehmen junge Menschen von sich begeistern und Fachkräfte für sich gewinnen wollen, dann müssen sie sich auf agiles Arbeiten einlassen“, meint Prozessberaterin Monika Bone. Gerade junge Arbeitnehmer*innen würden mitentscheiden und das Unternehmen durch ihren Beitrag voranbringen wollen – aber nicht, indem Vorgesetzte ihnen strikte Anweisungen gäben. „Als Arbeitgeber*in muss ich junge Menschen heutzutage motivieren und viel Freiraum geben. Wenn ich für mich als Arbeitgeber*in klar definiert habe, wie mein Team und ich zusammenarbeiten wollen, ziehe ich irgendwann automatisch diejenigen an, die genau dafür brennen“, sagt Monika Bone. Somit seien Unternehmen durch agiles Arbeiten und eine starke Arbeitgebermarke deutlich besser für die Zukunft gerüstet – gerade was den Fachkräftemangel angehe.


So setzen Unternehmen agiles Arbeiten erfolgreich um!


Bevor Führungskräfte mit ihren Teams gemeinsame Werte, Prinzipien und Methoden festlegen, sollten sie selbst eine Vision von agilem Arbeiten entwickeln. „Sie müssen für sich wissen, worauf sie sich einlassen, was agile Werte und Prinzipien bedeuten und eine erste Idee haben, wie sich das auf ihr Unternehmen übertragen lässt", erklärt Monika Bone. Das gehe u. a. über diverse Blogs, Videos, Impulsvorträge oder den Austausch mit anderen Vorgesetzten, die in ihren Unternehmen agiles Arbeiten bereits etabliert haben.

Anhand der agilen Pyramide können Führungskräfte und ihre Teams Werte und Prinzipien erarbeiten. Foto: Monika Bone

Anhand der agilen Pyramide können Führungskräfte und ihre Teams Werte und Prinzipien erarbeiten. Foto: Monika Bone

Erst danach sollten Unternehmer*innen auf ihr Team zugehen und mit ihnen in gemeinsamen Workshops agiles Arbeiten entwickeln. Dabei können sich alle an der agilen Pyramide oder einem Fragenkatalog wie dem von Andreas Diehl orientieren, um Grundsatzfragen zu klären. Gemeinsam werden dann agile Werte und Regeln festgelegt, um so den Rahmen für agiles Arbeiten festzulegen. „Dieser Rahmen dient vor allem dem Schutz jedes Einzelnen, denn hier legen wir Verantwortlichkeiten fest“, erklärt Monika Bone. Darüber hinaus sollten Mitarbeiter*innen mit ihren Vorgesetzten unbedingt ihre Rollen und Bedürfnisse klären. So ließe sich konkret festlegen, was Agilität im Arbeitsalltag bedeute und wie sich das effizient umsetzen lasse. „Dabei gibt es kein 'Schema F', denn so individuell die Anforderungen an die einzelnen Unternehmen sind, so individuell sieht agiles Arbeiten am Ende aus. Nicht für jedes Projekt ist die agile Vorgehensweise die beste. Hier muss jedes Unternehmen individuell schauen, was zur eigenen Kultur passt“, so Monika Bone weiter.


Bone: „Agiles Arbeiten braucht Zeit und Geduld, aber es lohnt sich!“


So könne das für das eine Unternehmen etwa bedeuten wöchentliche Reviews zu etablieren, für das andere kleine Teams für einzelne Projekte zu bilden und für wieder andere mit ihren Mitarbeiter*innen regelmäßige Feedbackrunden einzurichten. Aber: Solche Methoden brauchen Zeit! „Wer wirklich etwas verändern will, der muss gerade am Anfang seine persönliche Energie investieren. Denn agiles Arbeiten lässt sich nicht von heute auf Morgen umsetzen. Es braucht Zeit, um die Zusammenarbeit zu definieren“, sagt Monika Bone. Hierbei gehe es nicht darum, direkt alle Arbeitsprozesse komplett umzukrempeln, sondern zu schauen, wie sich agiles Arbeiten bereits in kleinen, alltäglichen Arbeiten umsetzen lässt. Für Unternehmen gilt es die Formen so zu wählen, dass sich die Dinge und Prozesse leicht austauschen und flexibel gestalten lassen.

Doch die Prozessberaterin ist sich sicher: Wer das richtige Mindset hat und mit seinem Team an einem Strang zieht, für den wird agiles Arbeiten langfristig den gewünschten Erfolg bringen und die Effizienz des gesamten Unternehmens steigern. Und das ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein großer Wettbewerbsvorteil!

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